Stuhlflechterei

Sicher kennen Sie das Problem bei Stühlen mit geflochtenen Sitz und Rückenlehnen bei der Sitzbespannung ist die Zeit nicht spurlos vorüber gegangen, das Stuhlgeflecht ist leider hin.

Wir schauen mal zurück:

Bereits seit der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde in Rabenau Rohr geflochten. Die Geflechte faszinieren durch ihre schmückende Kunstfertigkeit in Ergänzung mit gebrauchfähiger Belastbarkeit. Das mit und ineinander  verwobene Material vermittelt Leichtigkeit und kann dennoch, je nach Flechtmuster, einen erstaunliche Festigkeit und Stabilität erzielen und verbindet so Funktion und Zweckmäßigkeit mit einem gleichzeitig äußerst ansprechenden Erscheinungsbild.

Geflechte wirken für sich und erwecken Aufmerksamkeit ohne aufdringlich zu sein, sie bestechen mit der Schönheit ihrer Struktur und heben dennoch anders, mit ihnen kombiniertes Material, wie z. B. Holz, gleichzeitig hervor. Sie schaffen gleichsam das harmonische Nebeneinander verschiedener Stofflichkeiten, ohne dabei zu dominieren oder zu überladen.

In Rabenau wurden ca. 30 verschiedene Muster geflochten. Die gebräuchlichsten Geflechte sind das Achteck, auch Wiener Geflecht genannt, Sonne, Halbsonne oder das Sechzehneck, Sternchen genannt.

Ein traditionelles Stuhlgeflecht kann nach wie vor nur in aufwändiger Handarbeit gefertigt werden, der Preis ist daher individuell abhängig von der Art des Geflechtes und von der Größe und Form der Sitz bzw. Rückenflächen.

Am besten fragen Sie einfach mal unverbindlich an.

PS:  Welches Material verwendet man für geflochtene Sitzflächen? Das Stuhlflechtrohr wird aus Südostasien importiert. Es stammt von der Rinde des Rattan. Sie wird abgeschält und dann in schmale Streifen, etwa zwischen 1,5 bis 4 mm breit, geschnitten.